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Buchempfehlung Tamsyn Muir

Ich bin Gideon

  • Zwei steht für Disziplin in harter Zeit,
  • Drei für Freud am Lachen oder edlem Geschmeid,
  • Vier für die Treue, nach vorn stets gewandt,
  • Fünf für die Schuld, die den Toten bekannt,
  • Sechs für die Wahrheit statt falschem Trost,
  • Sieben für Schönheit, verblühend liebkost,
  • Acht für Errettung zu jedem Preis,
  • Neun für die Gruft - und was verloren man weiß.

 

 

Gideon Nav reicht es.

 

Sie hat genug von dem düsteren Planeten voller verknöcherter Nonnen, starrer Regeln und schwarzer Klamotten, auf dem sie aufgewachsen ist. Genug von einem Leben als Dienerin des Neunten Hauses. Vor allem aber hat sie genug von Harrowhark Nonagesimus, der Erbin eben jenes Hauses, die Gideon mit ihrer herrischen Art das Leben schwer macht.

Also packt Gideon ihr Schwert und ihre Pornohefte ein, um endlich von diesem gottverlassenen Planeten zu verschwinden.

 

Doch sie wird erwischt.

 

Die Strafe für ihren Fluchtversuch ist unangenehm: Sie soll Harrowhark als Schwertmeisterin an den kaiserlichen Hof begleiten, wo diese, gemeinsam mit den Erben der anderen royalen Häuser, an einem Wettkampf auf Leben und Tod teilnimmt. Wenn sie den Untergang des Neunten Hauses und ihres Planeten verhindern wollen, müssen die beiden wohl oder übel zusammenarbeiten. Und das, obwohl sie einander auf den Tod nicht ausstehen können – oder?

 

Fazit: Für alle, die es dunkel und düster mögen. Die eine starke, nicht auf den Mund gefallene Protagonistin suchen und sie auf eine Reise begleiten möchten, die in eine andere Welt führt, in der es um Knochen und Magie geht.

 

Meine Meinung:

 

Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Die ersten Seiten flogen nur so dahin und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Spannend und düster begann die Geschichte und Gideon, als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Ausdrucksweise ist direkt und ich mochte ihre Art unglaublich gern. Auch die Storyline war etwas anderes und hat mich auf der Stelle in den Bann gezogen.

 

Der Schreibstil der Autorin war flüssig, leicht und locker und sehr direkt, was mir äußerst gut gefallen hat. Des Weiteren wurde die Geschichte aus der Erzählperspektive geschrieben, was mir die Liebste ist.

 

Leider muss ich sagen, dass die Geschichte im weiteren Verlauf eher stockend voranging. Immer wieder erschienen mir die Handlungsstränge zu wiederholend und teilweise sehr langatmig. Die Beschreibungen der einzelnen Räume, denn die Erzählung spielte hauptsächlich an einem Platz, waren reichlich und doch konnte ich mir die Begebenheiten nicht richtig vorstellen. Das fand ich sehr schade und ich vermute, dass sich daher die Geschichte ein wenig zog.

 

Im letzten Drittel nahm jene doch erneut Fahrt auf und das Ende wurde so spannend, dass die Seiten wieder dahinflogen.

 

Alles in allem konnte mich die Story überzeugen, denn es war düster und spannend. Leider fehlte mir im Mittelteil der Spannungsbogen und die Beschreibungen waren für mich nicht überzeugend. Daher kann ich dem Buch nur 3 Sterne geben. Schade.

 

Trotz alledem kann ich die Geschichte jedem empfehlen, der es düster mag und Lust hat in eine andere Welt der Fantasy einzutauchen.

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